ThermoMate-Raumluftunabhangiger-Gas-Durchlauforhitzer

Bei der Auswahl eines Gas-Durchlauferhitzers für ein Wohngebäude in Deutschland achten Verbraucher längst nicht mehr nur auf die Warmwasserleistung und den Gasverbrauch. Ebenso wichtig sind die Fragen, woher das Gerät die für die Verbrennung benötigte Luft bezieht, wie die Abgase abgeführt werden und ob der Verbrennungsprozess die Raumluft beeinflusst.

Die Gas-Durchlauferhitzer der ThermoMate GZ-Serie wurden speziell für die Warmwasserversorgung in Innenräumen entwickelt. Sie arbeiten nach dem Prinzip der raumluftunabhängigen Verbrennung. In Verbindung mit einem geeigneten Luft-Abgas-System werden die Verbrennungsluftzufuhr und die Abgasführung weitgehend vom Wohnraum getrennt. Damit bietet die GZ-Serie eine moderne Warmwasserlösung für Wohnungen, Einfamilienhäuser und Ferienhäuser.

So installieren Sie

Was bedeutet „raumluftunabhängig“?

Konventionelle Gasgeräte mit offener Verbrennung entnehmen den für die Verbrennung benötigten Sauerstoff direkt aus dem Aufstellraum. Während des Betriebs verbrauchen sie kontinuierlich Raumluft. Deshalb gelten bei solchen Geräten häufig höhere Anforderungen an die Raumgröße, die Belüftung und die Frischluftzufuhr.

Ein raumluftunabhängiger Gas-Durchlauferhitzer funktioniert anders:

  • Die Verbrennungsluft wird über eine separate Leitung von außen zugeführt.
  • Der Verbrennungsprozess findet innerhalb des Geräts statt.
  • Die entstehenden Abgase werden über ein geeignetes Abgasrohr nach außen geleitet.
  • Die Raumluft bleibt in erster Linie den Bewohnern vorbehalten und wird nicht für die Verbrennung genutzt.

Dadurch entsteht eine klare Trennung zwischen dem Wohnbereich und dem Verbrennungssystem.

Diese Bauweise eignet sich besonders für moderne, gut gedämmte Gebäude mit hoher Luftdichtheit. Dazu gehören beispielsweise Wohnungen und Häuser mit Energiesparfenstern, kontrollierter Wohnraumlüftung, Badlüftern oder leistungsstarken Dunstabzugshauben.

Sichere Verwendung in engen Raumen

Welche Vorteile bietet ein geschlossenes Verbrennungssystem?

Die Gas-Durchlauferhitzer der ThermoMate GZ-Serie verfügen über ein geschlossenes Verbrennungssystem. Dadurch kann die Verbrennung weitgehend unabhängig von der Luft im Aufstellraum erfolgen.

Die Geräte sind für die Wandmontage in Innenräumen vorgesehen. Je nach Modell können sie mit Erdgas oder mit Flüssiggas wie Propan beziehungsweise Butan betrieben werden. Die Warmwasserleistung beträgt bis zu 16 Liter pro Minute.

1. Weniger Einfluss auf die Raumluft

Ein wesentlicher Vorteil des geschlossenen Verbrennungssystems besteht darin, dass Flamme, Verbrennungsluft und Abgase innerhalb des Geräts und des angeschlossenen Rohrsystems geführt werden.

Das Gerät muss während des Betriebs nicht kontinuierlich Luft aus dem Aufstellraum ansaugen. Dadurch wird der Luftaustausch im Raum weniger durch den Verbrennungsprozess beeinflusst.

Dies ist besonders vorteilhaft bei:

  • kleineren Wohnungen,
  • Installationen in der Nähe von Badezimmern,
  • gut gedämmten Gebäuden,
  • energetisch sanierten Wohnhäusern,
  • Räumen mit begrenzter natürlicher Luftzufuhr.

Die raumluftunabhängige Betriebsweise entspricht damit besser den Anforderungen moderner Wohngebäude.

2. Weniger Wechselwirkungen mit Lüftungsanlagen

In modernen Haushalten werden häufig mehrere Geräte eingesetzt, die Luft aus dem Raum absaugen. Dazu gehören unter anderem:

  • Dunstabzugshauben,
  • Bad- und Abluftventilatoren,
  • zentrale oder dezentrale Wohnraumlüftungen.

Der Betrieb solcher Systeme kann die Druckverhältnisse innerhalb eines Raumes verändern.

Ein raumluftunabhängiger Gas-Durchlauferhitzer verfügt über eine eigene Verbrennungsluftzufuhr und eine separate Abgasführung. Dadurch wird die Konkurrenz um die verfügbare Raumluft reduziert.

Voraussetzung ist jedoch, dass das Luft-Abgas-System entsprechend den Produktvorgaben und den örtlich geltenden Installationsvorschriften geplant und montiert wird. Bei fachgerechter Installation erhält das Gerät eine stabilere Versorgung mit Verbrennungsluft.

3. Mehr Flexibilität bei der Installationsplanung

Raumluftunabhängig bedeutet nicht, dass das Gerät an jeder beliebigen Stelle installiert werden darf. Die geschlossene Bauweise bietet Fachinstallateuren jedoch mehr Möglichkeiten bei der Planung einer Innenrauminstallation.

Die GZ-Serie unterstützt zwei gängige Arten der Luft- und Abgasführung:

Empfohlen wird ein Rohrsystem mit einem Durchmesser von 60/100 mm.

Bei einem koaxialen System werden Verbrennungsluft und Abgas innerhalb eines gemeinsamen Rohrsystems geführt. Die beiden Luftströme bleiben dabei voneinander getrennt.

Bei einem Zweirohrsystem kommen zwei separate Leitungen zum Einsatz:

  • Eine Leitung führt Verbrennungsluft von außen zum Gerät.
  • Die zweite Leitung transportiert die Abgase nach außen.

Welche Variante geeignet ist, hängt unter anderem von der Gebäudestruktur, der Position der Außenwand und dem geplanten Leitungsweg ab. Die endgültige Auswahl sollte durch einen qualifizierten Fachbetrieb erfolgen.

Horizontales Konzentrisches Zuluft-/Abgasrohr-Set

4. Flexible Energieversorgung für Wohnungen und Ferienhäuser

Nicht jedes Gebäude verfügt über denselben Gasanschluss. Während manche Wohnungen und Häuser an das Erdgasnetz angeschlossen sind, werden andere Immobilien mit Flüssiggas versorgt.

Mit der GZ-Serie können Verbraucher das Gerät passend zur vorhandenen Energieversorgung auswählen.

Der ThermoMate GZ422NG ist für einen Erdgas-Anschlussdruck von 20 mbar ausgelegt. Das Gerät liefert bis zu 16 Liter Warmwasser pro Minute.

Es eignet sich beispielsweise für:

  • Wohnungen,
  • Einfamilienhäuser,
  • Küchen,
  • Badezimmer,
  • Gebäude mit vorhandenem Erdgasanschluss.

ThermoMate GZ422LP für Propan und Butan

Für Gebäude ohne Anschluss an das öffentliche Erdgasnetz steht der ThermoMate GZ422LP zur Verfügung.

Das Modell kann mit Propan oder Butan bei einem Gasdruck von 28 bis 50 mbar betrieben werden. Es eignet sich besonders für:

  • Ferienhäuser,
  • Landhäuser,
  • abgelegene Wohngebäude,
  • Immobilien mit Flüssiggasversorgung,
  • Innenräume ohne Erdgasanschluss.

Mit einer Warmwasserleistung von bis zu 16 Litern pro Minute kann das Gerät den täglichen Warmwasserbedarf für Dusche und Waschbecken abdecken.

Verbraucher können somit eine zum vorhandenen Gasanschluss passende Variante wählen, ohne auf ein geschlossenes, raumluftunabhängiges Verbrennungssystem verzichten zu müssen.

Nicht nur die Verbrennung zählt: Temperaturstabilität und Energieverbrauch

Ein komfortables Warmwassererlebnis hängt nicht nur von einer sicheren Luft- und Abgasführung ab. Ebenso wichtig ist eine möglichst konstante Wassertemperatur.

Die ThermoMate GZ-Serie verfügt über eine thermostatische Temperaturregelung. Das System passt den Betrieb an Veränderungen des Wasserdurchflusses an und trägt dazu bei, starke Temperaturschwankungen während des Duschens zu reduzieren.

Über das integrierte LED-Display können Nutzer die eingestellte Temperatur und wichtige Betriebsinformationen ablesen.

ECO-Modus für einen geringeren Gasverbrauch

Zur Reduzierung des Energieverbrauchs steht ein ECO-Modus zur Verfügung.

Im Vergleich zum Standardbetrieb kann der Gasverbrauch im ECO-Modus um bis zu 17 Prozent reduziert werden. Dieser Betriebsmodus eignet sich insbesondere:

  • im Sommer,
  • bei höherer Kaltwasserzulauftemperatur,
  • bei geringerem Warmwasserbedarf,
  • bei kurzen oder weniger intensiven Nutzungsvorgängen.

Damit lässt sich der Gerätebetrieb besser an den tatsächlichen Warmwasserbedarf anpassen.

Mehrere Schutzfunktionen für den täglichen Betrieb

Neben der raumluftunabhängigen Luftzufuhr und dem geschlossenen Verbrennungssystem sind weitere Schutzfunktionen für einen zuverlässigen Betrieb wichtig.

Die ThermoMate Gas-Durchlauferhitzer verfügen unter anderem über:

  • thermostatische Temperaturregelung,
  • Überhitzungsschutz,
  • Gaswarn- beziehungsweise Gasschutzfunktion,
  • Winddruck- und Abgasrückströmungsschutz,
  • automatische Frostschutzfunktion.

Die automatische Frostschutzfunktion kann aktiviert werden, wenn das Gerät mit dem Stromnetz verbunden ist und die Temperatur unter 5 °C fällt.

Bei extrem niedrigen Temperaturen reicht die automatische Frostschutzfunktion allein möglicherweise nicht aus. In solchen Fällen müssen die zusätzlichen Frostschutz- und Entleerungshinweise in der Bedienungsanleitung beachtet werden.

Welches Modell ist das richtige?

Bei der Auswahl eines Gas-Durchlauferhitzers sollte zunächst geprüft werden, welche Gasart im Gebäude zur Verfügung steht.

Bei vorhandenem Erdgasanschluss

Für Wohnungen oder Häuser mit Erdgasversorgung und einem höheren Warmwasserbedarf eignet sich der ThermoMate GZ422NG.

Mit einer Warmwasserleistung von bis zu 16 Litern pro Minute kann das Modell in Küchen, Badezimmern, Wohnungen und Einfamilienhäusern eingesetzt werden.

Bei Versorgung mit Flüssiggas

Steht kein Erdgasanschluss zur Verfügung, kann der ThermoMate GZ422LP eine geeignete Alternative sein.

Das Gerät arbeitet mit Propan oder Butan bei einem Druck von 28 bis 50 mbar. Aufgrund seines geschlossenen, raumluftunabhängigen Verbrennungssystems eignet es sich insbesondere für Ferienhäuser, Landhäuser und andere Gebäude mit Flüssiggasversorgung.

Weitere wichtige Auswahlkriterien

Neben der Gasart sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Anzahl der gleichzeitig genutzten Warmwasser-Zapfstellen
  • benötigte Warmwassermenge und Durchflussleistung
  • Abstand zur Außenwand
  • Möglichkeiten zur Installation des Luft-Abgas-Systems
  • vorhandener Gasdruck
  • Art und Größe des Gasanschlusses
  • bauliche Voraussetzungen des Gebäudes
  • örtliche Bau-, Brandschutz- und Gasinstallationsvorschriften

Die Planung und Installation eines Gas-Durchlauferhitzers sollte immer durch einen entsprechend qualifizierten Fachbetrieb erfolgen.

Eine klare Trennung zwischen Wohnraum und Verbrennungssystem

Eine moderne Warmwasserversorgung bedeutet nicht nur, schnell warmes Wasser bereitzustellen. Ebenso wichtig ist der kontrollierte Umgang mit Verbrennungsluft und Abgasen.

Ein raumluftunabhängiger Gas-Durchlauferhitzer trennt den Verbrennungsprozess weitgehend vom Wohnraum. Das geschlossene System reduziert die direkte Wechselwirkung zwischen Gerät und Raumluft.

In Verbindung mit einem fachgerecht installierten koaxialen Luft-Abgas-System oder einem geeigneten Zweirohrsystem bietet diese Bauweise eine flexible und komfortable Lösung für moderne Wohnungen, Wohnhäuser und Ferienimmobilien.

Die ThermoMate GZ-Serie kombiniert dabei:

  • eine Warmwasserleistung von bis zu 16 Litern pro Minute,
  • Varianten für Erdgas und Flüssiggas,
  • thermostatische Temperaturregelung,
  • einen energiesparenden ECO-Modus,
  • ein geschlossenes Verbrennungssystem,
  • mehrere integrierte Schutzfunktionen.

Damit bietet sie eine zeitgemäße Lösung für Haushalte, die bei der Warmwasserversorgung Wert auf Komfort, Energieeffizienz und eine klare Trennung zwischen Raumluft und Verbrennungssystem legen.

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